Orientierungslauf und mehr in Offenbach

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22.04.2007

Schlamm und Eis

Bundesranglistenläufe in Helsa und Kaufungen

Von Elisabeth Vollmer (Text), Birger Holtermann (Fotos)

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Seit dem Bundesranglistenlauf und den Deutschen Meisterschaften in Kirkel waren gerade mal drei Wochen vergangen, da standen schon wieder die nächsten großen Wettkämpfe vor der Tür: Der BRL Mitteldistanz in Helsa am 20. und der BRL Langdistanz in Kaufungen am 21.4.2007. Auch wenn es bei uns im Verein diverse Leute gibt, die behaupten, neben OL noch andere Wochenendverpflichtungen zu haben, konnten wir wieder mit einem vergleichsweise großen Team anreisen. Insgesamt gingen am Samstag neun und am Sonntag immerhin noch sieben GOler an den Start.

BRL Mittel in Helsa

Weil dem einen oder anderen noch die Höhenmeter vom Weinberg-OL am vorherigen Wochenende in den Beinen steckten und wir Offenbacher ja ohnehin eher im flachen Gelände zuhause sind, waren die meisten von uns ganz froh, daß es am ersten Tag in Helsa nicht allzu viele Höhenmeter zu bewältigen gab. Mäßig steiles Mittelgebirgsgelände, überschaubare Streckenlängen – da rechnete wohl eigentlich jeder damit, seine Strecke diesmal halbwegs schnell hinter sich bringen zu können. Dann allerdings stellte sich heraus, daß bei diesem BRL mit teilweise ziemlich gemeinen Hindernissen zu kämpfen war: Zuerst galt es, auf der Suche nach den Posten ein Waldgebiet zu durchqueren, in dem der Orkan Kyrill im Frühjahr sein Unwesen getrieben und in dem massiver Windbruch weite Gebiete unpassierbar gemacht hatte. Beim ersten Blick auf die Karte war dementsprechend außer violetten Sperrgebietschraffuren zunächst nicht viel zu erkennen.

Auf dem Weg ins Massenquartier (43.4KB)

Auf dem Weg ins Massenquartier in Kaufungen.

Für diejenigen, die dann doch irgendwann einen geeigneten Weg durch den Wald gefunden hatten und in denen im zweiten Streckenabschnitt (gut belaufbares, offenes Wiesengelände) vielleicht sogar kurzzeitig die Hoffnung aufgekommen war, daß sie am Ende doch noch ein passables Ergebnis erzielen könnten, gab es dann kurz vor dem Ziel noch ein weiteres Highlight: Die letzten Streckenkilometer waren in einem ehemaligen Bergwerksgelände zu absolvieren, das orientierungstechnisch recht anspruchsvoll, oder anders gesagt: einfach nur verwirrend, war. Kaum ein Läufer, der in diesem Streckenabschnitt nicht völlig desorientiert durch die Gegend getappt ist. Und kaum ein Läufer, der dort nicht in einem der zahlreichen Bäche, Sümpfe oder Matschlöcher gelandet ist. Besonders gut machen sich Schlammuster übrigens auf weißen Laufanzügen. Da glaubt einem dann wirklich jeder, daß man im Wald sein Bestes gegeben hat!

Im Massenquartier Kaufungen (36.7KB)

Wilde Party im Massenquartier - die übernachtende Abordnung des GO, bevor sich noch Einzelne in ihr Privatquartier zurückzogen.

Trotz aller Widrigkeiten sind aber alle GOler am Ende mehr, oder in einem Fall leider auch weniger, wohlbehalten ins Ziel gekommen. Strahlender Sonnenschein und gute Stimmung auf der Zielwiese ließen den Unmut über die etwas schwachen Ergebnisse dann recht schnell wieder verfliegen, zumal sich dann herausstellte, daß die Konkurrenz sich auch reichlich schwer getan hatte und daß manch einer auf der Ergebnisliste gar nicht so weit unten stand wie befürchtet.

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Zuletzt geändert: 17.05.2007