Orientierungslauf und mehr in Offenbach

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12.06.2007

Pleiten, Pech und Pannen

Staffel- und Mannschaftsmeisterschaften in den Flechtinger Höhen bei Haldensleben

Von Birger Holtermann (Fotos), Elisabeth Vollmer (Text und Fotos)

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Massenstart Haldensleben (25.9KB)

Aufstellung zum Massenstart bei den Staffelmeisterschaften: Im blauen Laufanzug in der Bildmitte unser Startläufer Birger Holtermann

Mit immerhin drei Dreierteams hatte sich der GO für die Deutschen Meisterschaften im Mannschafts- und Staffel-OL in den Flechtiger Höhen bei Haldensleben angemeldet. Unser Nachwuchs sollte bei den Wettkämpfen am 9. und 10. Juni 2007 zwei Mannschaften in der Kategorie „Offen Kurz“ stellen, während sich die ältere Generation sich auf der Langstrecke (Rahmenklasse) versuchen wollte.

Am Abend vor der Abreise stellte sich dann leider heraus, daß gleich zwei junge GOler wegen Krankheit ausfallen und wir uns deshalb mit zwei unvollständigen Teams auf den Weg würden machen müssen – aber egal, wir waren ganz zuversichtlich, an der ‚Läuferbörse’ am Wettkampfort noch ein paar Mitstreiter finden zu können, mit denen wir unsere Mannschaften dann wieder vervollständigen wollten.

Staffelmeisterschaft am Samstag

Die weite Anreise nach Sachsen-Anhalt erforderte mal wieder eine sehr frühe Abreise: Schon um 5.45 Uhr MESZ (= 6.00 Uhr GO-Zeit) am Samstag morgen sollten sich alle Mitfahrer am in Offenbach am Kaiserlei einfinden. Offensichtlich hatte niemand den Wecker überhört, jedenfalls konnten wir halbwegs pünktlich abfahren und waren dann gegen 10.30 Uhr am Ziel. In der noch verbleibenden Zeit bis zum ersten Start um 12 Uhr konnten dann glücklicherweise noch zwei Läufer vom SV Baindt gefunden werden, die sich unseren Staffelmannschaften anschließen wollten, so daß wir schließlich doch noch mit drei vollständigen Teams an den Start gehen konnten.

Staffelwechsel (animiert) (218.0KB)

Klaudius Skrzypek wechselt auf Schlußläuferin Elisabeth Vollmer bei den Deutschen Staffelmeisterschaften 2007

Bei Staffelwettkämpfen müssen die Läufer eines Teams nacheinander an den Start gehen und unterschiedliche Strecken absolvieren. Eine besondere Herausforderung dabei ist der Massenstart der ersten Läufer, die alle gleichzeitig loslaufen. Hierbei gilt es, im allgemeinen Getümmel am Start nicht die Orientierung zu verlieren und vor allem auch der Versuchung zu widerstehen, einfach den anderen Teilnehmern hinterher zu laufen. Damit der zweite und dritte Läufer eines Teams wissen, wann in etwa sie ihren Vorläufer im Ziel erwarten können, passiert jeder Staffelteilnehmer etwa 5 - 10 Minuten vor dem Zieleinlauf einen Sichtposten in Zielnähe.

Im Erwachsenenteam ging Birger Holtermann als erster Läufer an den Start. Auf der 5,7 km langen Strecke im weitgehend flachen und gut belaufbaren Waldgelände lief es für ihn zunächst sehr gut, bis ihm dann leider am 7. Posten ein Fehler unterlief, der ihn um etliche Minuten zurückwarf. Auch für Klaudius Skrzypek, der als zweiter Läufer auf die Strecke ging, lief es nicht optimal. Er kam ebenfalls auf dem Weg vom 6. zum 7. Posten vom geplanten Kurs ab – ein weiterer Zeitverlust für das Team. Für Elisabeth Vollmer, die als Schlußläuferin in den Wald ging, brachte das dann immerhin schon mal die beruhigende Gewißheit, mit einem nicht ganz so guten Lauf dem Team nicht mehr allzu viel kaputt machen zu können. Daraufhin leistete sie sich dann auch gleich zwei dicke Schnitzer und kam deshalb so ziemlich als allerletzte Läuferin aus dem Wald.

Gesine Winkler beim Zieleinlauf (58.0KB)

Gesine Winkler (D10) beim Zieleinlauf Deutsche Staffelmeisterschaft in Haldensleben

Auch bei den Kinderteams lief es nicht gut: Das Team GO 1 mit Friederika Winkler, Marko Brlek und Tobias Vogel hatte einige Fehlstempel aufzuweisen und kam daher nicht in die Wertung. Und auch das zweite Team auf der Kurzstrecke konnte nicht punkten – dabei waren die Fehlstempel allerdings nicht unserer Läuferin Gesine Winkler zuzuschreiben, sondern einem der beiden ‚zugekauften’ Läufer vom SV Baindt.

Die ernüchternde Bilanz des ersten Tages: Zwei Disqualifikationen und ein vorletzter Platz – kein ruhmreiches Ergebnis! Zu unserer Entschuldigung kann eigentlich nur angebracht werden, daß die Bahnlegung wirklich anspruchsvoll und daß die Grünstufen- und Wegklassifikation auf der Karte teilweise etwas fragwürdig waren.

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Zuletzt geändert: 13.06.2007