Orientierungslauf und mehr in Offenbach

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13.04.2016

Lollypop, Lollypop...

LollyCup 2016 in Mainz und Wiesbaden

Von Birger Holtermann (Text)

Bei schönstem Frühlingswetter reisten 10 Aktive, und damit mehr als die Hälfte unseres Vereinskaders, am frühen Sonntag vormittag zunächst nach Mainz, um den ersten Lauf des LollyCup-Sprints zu absolvieren. Nach der Mittagspause stand ein zweiter Lauf im Schloßpark von Wiesbaden-Biebrich auf dem Programm. Die Resultate waren zum Teil durchaus beachtlich; wenn der GO auch wieder die gesamte Spannweite der verfügbaren Plätze ausfüllte. Den veranstaltungsüblichen Lolly bekam am Ende aber jeder Startende.

Rund um den Dom zu Mainz

Am Vormittag ging es zunächst einmal in der Mainzer Innenstadt rund um den Dom. Prinzipiell war das altstädtische Gassengewirr schon von früheren Veranstaltungen bekannt, aber der diesjährige Kartenausschnitt erschloss doch noch ein paar bisher ungenutzte Ecken dieses Gebietes.

Der Parkplatzsituation geschuldet fand sich kein legaler (und kostenfreier) Platz in freier Wildbahn, daher wurde das Exkursionsfahrzeug schließlich doch kostenpflichtig in einem Parkhaus abgestellt. Der Zugang zum Wettkampfzentrum auf Schusters Rappen war dann tatsächlich der schwierigste Teil der Anreise, schließlich hat man noch keine Karte in der Hand. Nachdem auch diese Hürde genommen war, stellte sich heraus, daß für die ersten Startwilligen des Vereins schon die zugeteilte Zeit abgelaufen war, sich auf die Strecke zu begeben. Ein flexibles Org-Büro teilte aber anstandslos einen neuen Startplatz zu.

Auch wenn Innenstadt-Sprints in der Regel keine komplizierte Bahnführung aufweisen, gelang es den Veranstaltern doch, interessante und fordernde Bahnen zu konzipieren. Schon nach dem ersten Lauf gab es allenthalben Gesprächsstoff auf der Zielwiese über die optimale Routenwahl, gemachte oder vermeintliche (eigene) Fehler und verlorene Sekunden und Minuten. Ausrichterseitig war alles in bester Ordnung – so soll es sein!

Die positive Nachricht vorweg: alle Startende des Gymnasion Offenbach absolvierten ihre Strecken erfolgreich und ohne Fehlstempel. Die Plazierung aufgrund der erlaufenen Zeiten ist aber entsprechend der eigenen Ansprüche dann eher variabel.

Bei den D-14 legte Tabea Bechhaus ihre Strecke wieder alleine zurück und kam bei 13 Teilnehmerinnen auf den 11. Platz. Irina Gurieva, D45-, erreichte unter 13 Starterinnen im ersten Lauf einen guten 9. Platz.

Bei den Herren gab es ebenfalls vielfältige Resultate. Unser jüngster Starter, David Bechhaus, schaffte es bei den H-14 unter insgesamt 12 Bewerbern auf einen ganz hervorragenden 4. Platz, wenn auch mit deutlichem Abstand zu den Podestplätzen. In der männlichen Hauptklasse H19- belegte Anatolii Dunaev mit einer guten Minute Rückstand einen 4. Platz. Das lag noch im Bereich des Aufholbaren im zweiten Lauf. Die Spannung stieg, ob ihm dies gelingen möge, denn auf dem einholbaren dritten Rang lag der "Fehlstempelkönig" des Sprint³-Wochenendes vor einigen Wochen in Bexbach/Saarland. Die Chancen waren gegeben...

In gewohnt gründlicher Manier, und das Startgeld weitgehend ausnutzend (längere Verweilzeit im Wettkampfgelände bedeutet auch länger genossenes Erlebnis) legte Sven Göbel seine Strecke bei den H35- zurück und schaffte es so auf den 9. Platz, was leider auch der Teilnehmerzahl entsprach. Dafür aber mit allen gültigen Postenstempeln, die berührungslos mit dem AIR+-System eingeholt wurden. Etwas glücklicher war Birger Holtermann zugange, der auf gleiche Weise und mit einem fehlerarmen Lauf den für seine Verhältnisse sehr guten 4. Platz ibei den H55- ergatterte; bei neun Mitbewerbern in dieser Kategorie.

Noch besser sah es bei den noch älteren Senioren aus. Wladimir Kotschetkow landete bei den H65- auf dem 3. Platz hinter zwei Urgesteinen des Orientierungssportes im Rheinhessischen. Die Startriege des GO wurde komplettiert von einigen Startenden in der offenen Kategorie. Frank Bechhaus siegte hier, obwohl er sich nach langer Verletzungspause noch nicht ganz fit fühlte, direkt vor den weiteren Familienmitgliedern, die als Team bestehend aus Christine und Rebecca Bechhaus antraten. Vier Teilnehmende waren in dieser Kategorie am Start.

Durch den Schloßpark von Biebrich

Nach der Mittagspause war ein Stellungswechsel über den Rhein hinweg nötig, sollte es doch durch den Biebricher Schloßpark gehen. Das Gebiet hielt einen abwechslungsreichen Mix aus offenem, aber bevölkerungsreichem Parkgelände und urbaner Siedlung mit zahlreichen Schleichwegen bereit. Höchste Aufmerksamkeit war in der variantenreichen Bahnführung notwendig. Fehlte sie, war schnell ein Fehlstempel eingeheimst. Insbesondere erhöht das berührungslose Stempelsystem AIR+ von SportIdent das Wettkampftempo durch die entfallenden Pausen am Posten drastisch, was schon beim Anlaufen der Kontrollstelle eine Entscheidung verlangt, wie es denn danach weitergeht. Einge Teilnehmende kamen mit dieser Anforderung nicht zurecht; zum Glück traf es keinen GO-Teilnehmenden.

Tabea Bechhaus verlor leider gegenüber dem ersten Lauf noch einen Platz und erreichte sowohl im zweiten Lauf als auch in der Gesamtwertung schließlich Platz 12 unter den 13 Starterinnen. Auch Irina Gurieva konnte ihren Platz aus dem ersten Lauf nicht halten und belegte einen 11. Rang in diesem Lauf. Sie profitierte aber von einem Fehlstempel einer sehr gut plazierten Mitbewerberin, so daß in der Gesamtwertung schließlich ein 9. Platz heraussprang.

Siegerehrung LollyCup 2016 H19 (78.7KB)

Siegerehrung LollyCup 2016 Kategorie H19- v.l.n.r.: 1. Toby Scott, OLV Steinberg, 2. Ingo Horst, TV Alsbach, 3. Anatolii Dunaev, Gymnasion Offenbach.

Foto: Sven Göbel

Für David Bechhaus lief es im zweiten Lauf nicht mehr so optimal und er schaffte hier einen 7. Rang, welcher sich in der Gesamtwertung zu einem 6. Platz manifestierte und noch mit einer Urkunde gewürdigt wurde. Ebenfalls auf einen Treppchenplatz arbeitete sich Anatolii Dunaev hoch, der mit einem dritten Platz im zweiten Lauf dieses Resultat auch in die Gesamtwertung retten konnte. Alle 11 Teilnehmenden in dieser Kategorie kamen in die Wertung, da ohne Fehl(-stempel) und Tadel. Allerdings bekam der zuvor Drittplazierte, der "Fehlstempelkönig", diesmal eine Zeitstrafe wegen unerlaubtem Durchqueren eines Sperrgebietes aufgebrummt.

Sven Göbel verteidigte seine Plazierung aus dem ersten Lauf und so wurde dieses Resultat auch zum Gesamtergebnis. Auch hier stand offenbar wieder das Verlangen nach einem besonders ausgeprägten Orientierungserlebnis im Vordergrund. An einem Posten etwas aus dem Konzept geraten rutschte Birger Holtermann mit einem 10. Platz in der Gesamtwertung noch auf Rang 6 im Gesamtklassement ab, war aber mit einem Platz im Mittelfeld noch sehr glücklich.

Siegerehrung LollyCup 2016, H65 (87.3KB)

Strahlender Sieger in der H65- (v.l.n.r.): 1. Wladimir Kotschetkow, Gymnasion Offenbach, 2. Günter Kreft, 3. Jürgen Wichter, beide OLF Mainz,

Foto: Sven Göbel

Plazierungsmäßig den Vogel schoß Wladimir Kotschetkow ab. Er profitierte von den jeweiligen Fehlstempeln der beiden führenden aus dem 1. Lauf und siegte sowohl im zweiten Lauf als auch in der Gesamtwertung.

Auch in der offenen Kategorie gab es keine Änderungen im zweiten Lauf, so daß bei Frank, Christine + Rebecca Bechhaus die beiden ersten Plätze auch die Endresultate wurden.

Ergebnisse

Die gesamten Ergebnisse stehen online auf den Seiten des Rheinhessischen Turnerbundes bereit.

Die Offenbacher Orientierer sind glücklich, Punkte für die Deutsche Park Tour und die Rhein-Main-Rangliste sammeln konnten.

Zuletzt geändert: 13.04.2016