Orientierungslauf und mehr in Offenbach

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18.04.2016

Biblisches Prinzip

Auftakt zum Weinberg-Cup 2016 in Ingelheim

Birger J. Holtermann (Red.)

Daß in unserem Verein der Orientierungssport mehr verlaufs- als erfolgsorientiert betrieben wird, ist ein offenes Geheimnis. Ohne unseren erkrankten Spitzenläufer Anatolii Dunaev hielten sich alle unsere Teilnehmenden vornehm zurück und drängten sich den Mitbewerbern um die Weinbergcup-Punkte nicht auf. Immerhin gab es keine Fehlstempel – unter diesem Gesichtspunkt kann man durchaus von einer erfolgreichen Teilnahme sprechen.

Die Letzten werden die Ersten sein

Leicht dezimiert trat unsere Truppe am gestrigen Sonntag bei strömendem Regen die Reise nach Ingelheim am Morgen an. Rechtzeitig zum Beginn des Laufes hörte dann die Befeuchtung von oben auch auf: Zur Siegerehrung lachte dann auch die Sonne über den zahlreichen Teilnehmenden aus nah und fern, und über die GO-Teilnehmenden der Rest der (OL-) Welt.

Um es sich mit den Sportkameraden der anderen Vereine nicht zu verscherzen, und vielleicht auch, um die wahre Formkurve für die Ambitionen im Rest des Jahres zu verschleiern, hielten sich sämtliche Startende unseres Vereins vornehm zurück. Die jeweilige Plazierung ist für alle schnell berichtet: sie entspricht der Zahl der Teilnehmenden der jeweiligen Kategorie, abzüglich eventueller Fehlstempelnder. Unseren tapferen Kämpen muß man zugute halten, daß sie immerhin mit allen gefundenen Posten im Ziel eintrafen, was ja beim Orientierungslauf schon die halbe Miete ist. Dafür nutzten sie aber auch die Startgebühren optimal aus, indem sie das Orientierungserlebnis im Gelände zeitlich ausdehnten.

Die Bahnen waren für einen Weinberg-OL durchaus anspruchsvoll austeckt, aber nicht unfair oder gar fehlerhaft. In der Vergangenheit hat es schon öfters Weinbergläufe gegeben, die ein "Jogging mit Karte" über reine Wegverbindungen waren. Das war an diesem Tage nicht der Fall. Von besonderen Schwierigkeiten in der Streckenführung oder Karteninterpretierung haben unsere Laufteilnehmenden nicht berichtet; kleinere Fehler waren rein hausgemacht. Wobei die drucktechnische Farbgebung der Karte diesmal nicht ganz der üblichen Norm genügte und an manchen Stellen etwas schwer zu lesen war.

Einer unserer Teilnehmer trat in der Disziplin der Mountainbike-Orientierer (MTBO) an, konnte sich resultatmäßig aber nur dem Rest der Delegation anschließen. Trotzdem war es wieder ein schönes Orientierungserlebnis; die zurückzulegenden Höhenmeter sind für unseren Flachland-Verein aber jedes Mal eine neue Herausforderung.

Zuletzt geändert: 18.04.2016