Orientierungslauf und mehr in Offenbach

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18.07.2016

Geile Gipfel

Saar-OL-Challenge in Bierbach

Von Birger Holtermann (Text)

Es gibt auch (vereinzelt) Sieger im GO: mit deutlichem Vorsprung gewann unser Anatolii Dunaev in der Herren-Hauptklasse (19 bis 34 Jahre) die Saar-OL-Challenge, einen 3-Etappenlauf in Bierbach und Homburg im Saarland.

Mit gewohnter Leistungsfähigkeit beteiligten sich weitere Aktive unseres Vereins an diesem sportlichen Ausflug in die steilen Hänge der Wettkampfarenen.

Herren-Elite

Anatolii Dunaev (38.5KB)

Schon vom ersten Lauf an ließ unser Anatolii keinen Zweifel an seinen Ambitionen, die Gesamtwertung gewinnen zu wollen. Nach den ersten beiden Etappen führte er bereits mit knapp13 Minuten Vorsprung vor dem Zweitplazierten. Für den Jagdstart auf der letzten Etappe war dies ein relativ komfortabler Vorsprung. Dabei starten die Teilnehmender einer Kategorie gemäß ihrem jeweiligen Zeitrückstand, und wer zuerst ins Ziel kommt, hat gewonnen. Normalerweise sind Rückstände über zwei Minuten kaum noch aufholbar, aber beim Orientierungslauf kann eine falsche Entscheidung bei der Routenwahl oder ein Problem beim Auffinden eines Postens schon mal schnell einige Minuten kosten.

Auf der letzten Etappe wurde Anatolii dann zwar mit 8 Sekunden Rückstand auf den Sieger "nur" Zweiter, aber dieser Sieger war vom veranstaltenden Verein erst zur letzten Etappe eingestiegen und somit ohnehin kein Kandidat auf den Gesamtsieg. Am Ende betrug Anatolii's Vorsprung auf den Zweitplazierten Lukas Dohrmann aus Oberbexbach fast 20 Minuten.

Alle drei Läufe fanden auf sehr detaillierten Karten in sprintähnlichen Maßstäben statt. Bei der ersten Etappe durften die Teilnehmenden nicht nur die Laufstrecke zwischen den Posten selbst wählen, sondern auch die Reihenfolge der Posten eigenständig bestimmen. Hier kam es dann im Ziel bei Kaffee, Kuchen und herzhaften Speisen zu einem regen Austausch über die getroffenen Routenwahlen und die beste Taktik. Dem Charakter des Geländes folgend blieben die typisch ausgeprägten Höhenmeter des Saarlandes auf fast keiner Variante erspart; der Orientierungslauf geriet an vielen Stellen zu einem Bergsteigen mit Karte.

Auf der zweiten Etappe sorgten die etwa 70 Teilnehmenden in der Altstadt von Blieskastel für einen flashmobartigen Flair. Passanten, Kaffeehaus- und Eisdielenbesucher wunderten sich über die seltsam gekleideten Gestalten, die auf einem kleinen Platz namentlich für einen Massenstart sortiert Aufstellung nahmen und auf ein Signal hin wild in alle Richtungen auseinanderspritzten. Auch hier ließ schon die Ausschreibung erwarten, daß auf relativ kurzer Laufstrecke relativ viele Höhenmeter zu absolvieren wären. Daß sich diese Steigungen dann auf wenige, aber unumgängliche Abschnitte verteilten, machte die Sache in der Summe nicht besser. Da durch den Massenstart alle Teilnehmenden gleichzeitig über die Strecken wuselten, gab es einige Schmetterlingsgabelungen, an denen die Aktiven einer Kategorie über verschiedene Schleifen geführt wurden, damit sie der direkten Konkurrenz nicht einfach hinterherlaufen konnten. Und für die verwunderte Bevölkerung von Blieskastel gab es so auch eine hübschere Ansicht auf das Geschehen. Das Ziel auf einem kleinen Platz, auf dem zeitgleich noch ein Bürgerfest stattfand, wurde von einigen Aktiven gleich für den Genuß eines isotonischen Sportgetränkes mit Schaumkrone nach dem Schlußsprint genutzt.

... und die anderen

Insgesamt waren wir mit 5 Aktiven vor Ort vertreten, wobei sich der Rest unserer Delegation in gewohntem Rahmen, also aus unterschiedlichen Gründen durchweg weniger erfolgreich, präsentierte.

Sven Göbel schaffte es immerhin in derselben Kategorie wie unser Anatolii noch in die Wertung, jedoch am anderen Ende der Skala. Jesus Lucas Hervas und seine Frau Teresa Diaz-Toledo Fernandez kamen leider nicht in die Gesamtwertung, weil sie die zweite Etappe wegen einer Autopanne und dem damit verbundenen Warten auf den Servicetechniker verpaßten. Und der mal wieder mitgereiste Birger Holtermann leistete sich im Verlauf der 2. Etappe einen Fehlstempel, weil er nach dem langen, kräftezehrenden Aufstieg zu den zweiten Schmetterlingsbahnen einen Posten übersah.

Absolute Spitze und mit einer geschlossenen Teamleistung war unsere Delegation bei der All-you-can-eat Pasta Party am Samstag Abend nach der zweiten Etappe. Den köstlichen Angeboten wurde ausgiebig zugesprochen. Leider fiel den unterschiedlichen Interessen und Reisewünschen unserer Delegation am Ende der dritten Etappe der eigentlich traditionelle Besuch einer Eisdiele zum Opfer. So oft, wie dieses Pflichtereignis inzwischen schon ausgefallen ist, droht es, den Status der Vereinstradition zu verlieren.

Zuletzt geändert: 18.07.2016