Orientierungslauf und mehr in Offenbach

An "ehrliche Finder" und/oder "Postendiebe"

Schon in der Vergangen­heit haben wir mit un­er­klär­lichen Ver­lusten unserer Posten­schirme, Kontroll­zangen und anderer Aus­rüstungs­gegen­stände zu kämpfen, die beim Orien­tierungs­lauf natur­gemäß für die Dauer der Veran­staltung im Wald ver­teilt werden müssen. Bei den elek­tronischen Posten­stationen wäre ein Verlust be­sonders ärgerlich. Außer­halb des Orientierungs­laufes sind die Aus­rüstungs­gegen­stände eigent­lich wertlos.

Bitte lassen Sie unsere Sport­geräte im Wald stehen!

Orientierungs­läufer sind sehr natur­bewußt und haben außer­dem ein ur­eige­nes Inter­esse, ihre Sport­arena, den Wald, sauber und spuren­los zu hinter­lassen. Bitte lassen Sie daher unsere Posten­ein­richtungen an Ort und Stelle, auch wenn Sie sich da­durch gestört fühlen oder in gut ge­meinter Ab­sicht eine Fund­sache zurück in die Zivi­lisation bringen möchten. Eine nicht vor­handene Posten­ein­richtung sorgt für viel Sucherei durch die Wett­kämpfer und belastet die Natur im Umkreis des Posten­stand­ortes viel mehr als die wenigen Läufer, die diese Stelle plan­mäßig auf kürzestem Wege pas­sieren können.

Die Stationen sind für Sie wertlos!

Die elektro­nischen Posten­stationen sind für Nicht-Orien­tierer voll­kommen wertlos! Sie können die Stationen nur zu­sammen mit den vorge­sehenen Speicher­karten benutzen; eine einzelne Station hat außer­dem keinen weiteren Nutzwert, selbst für Orien­tierungs­lauf­treibende. Sie kön­nen sie da­her auch nicht an andere OL-Ver­eine ver­kaufen. Jede fehlende Station redu­ziert dagegen den Nutzen der Gesamt-Anlage.

Durch das Ent­wenden einer Station erlangen Sie auch keiner­lei wirt­schaft­lichen Vorteil. Der Verkaufs­wert einer einzelnen Station wäre sehr gering, da sie höch­stens für Be­sitzer einer bereits vor­han­denen Anl­age inter­essant ist. Jede Station besitzt außer­dem eine regi­strierte Serien­nummer, so daß wir als der recht­mäßige Besitzer schnell ermittelt werden können. In der kleinen und über­sicht­lichen Orien­tierungs­lauf-Szene kennt man sich, und wir würden sehr schnell von einer unserer Stationen "auf dem Markt" erfahren.

Geben Sie uns "gefundene" Stationen zurück!

Falls Sie einer unserer Stationen "gefunden" haben, geben Sie diese bitte an uns zurück, gerne auch anonym. Wir ver­zichten in diesem Fall auf die aus Ver­sicherungs­gründen erforder­liche poli­zeiliche Anzeige. Unsere Internet-Adresse zur Kontakt­auf­nahme ist auf jeder Station angebracht.

SportIdent-Anlage

Unsere SportIdent-Anlage (61.2KB)

Unsere SportIdent-Anlage

Seit September 2014 besitzen wir, unseres Wissens als erster Verein in Hessen, eine eigene Anlage des elektronischen Postenkontroll- und Zeitnahmesystems "SportIdent". Mit dieser Anschaffung hoffen wir, attraktivere Trainings und Wettkämpfe im Bereich Orientierungslauf in Offenbach und im Rhein-Main-Gebiet anbieten zu können.

Eine solche Anlage gehört in die Kategorie "Ausstattung für Veranstalter". Aktive OLer brauchen zur Teilnahme an Veranstaltungen mit diesem System lediglich ihren persönlichen Speicherchip. GO-Mitglieder bekommen für interne und externe Veranstaltungen mit SI ihren Chip kostenfrei vom Verein gestellt.

Trainingsgästen und Besuchern unserer Trainings- und Wettkampfveranstaltungen stellen wir gerne leihweise einen Chip gegen eine kleine Gebühr und Hinterlegung eines Pfandbetrages in bar zur Verfügung. Das Pfandgeld (zur Zeit 30 €) deckt die Kosten für eine Wiederbeschaffung bei Verlust oder Beschädigung ab. Bei unversehrter Rückgabe des Läuferchips am Ziel wird der Pfandbetrag zurückerstattet.

Stationen

Unsere Anlage umfaßt die folgenden Komponenten

Ansicht Postenstation (36.6KB)

Vorder- und Rückseitenansicht einer Station; mit Eigentümerkennzeichnung auf der Rückseite

Alle Stationen BSF8 basieren auf identischer Hard- und Firmware (Software im Stationsspeicher). Damit lassen sich alle Stationen auch auf andere Funktionen und Postencodes umprogrammieren, sollten sie einmal im Verbund mit anderen Anlagen, z. B. denen des hessischen oder rheinhessischen Verbandes, eingesetzt werden. Die Codenummern der Postenstationen sind aber schon mit diesen Anlagen abgestimmt, so daß im Regelfalle kein weiterer Konfigurationsaufwand entsteht. Wird eine weitere Station für einen zusätzlichen Postenstandort benötigt so kann entweder auf die CHECK- (Prüfen) oder START-Station verzichtet und diese zu einem normalen Kontrollposten umprogrammiert werden. Entsprechende Aufkleber für weitere Postencodes sind vorhanden. Bei Verwendung einer Startstation übernimmt diese auch die Funktion des Prüfens und signalisiert einen erfolgreichen Zeitstart nur bei einem gelöschten Läuferchip. Wird auf die Startstation verzichtet, wie dies im Wettkampfbetrieb üblich ist, wird die vorab zugeteilte Startzeit jedes Teilnehmenden als gültig angenommen. In diesem Fall ist es sinnvoll, das erfolgreiche Löschen des Speicherchips durch die CHECK-Station zu überprüfen.

Unsere Stationen besitzen die zur Zeit aktuellste Softwareversion (Firmware) 6.56 und sind kompatibel zu allen zur Zeit auf dem Markt befindlichen Läuferchips ("SI-Karten") der Fa. SportIdent. Auch das "berühungslose Stempeln" bis zu einer Distanz von etwa 60 cm ist damit jetzt möglich, sofern die Stationen dazu konfiguriert werden. Das berührungslose Stempeln erfordert allerdings spezielle Läuferchips (Typ SIAC). Wegen der erhöhten Batteriebelastung der Stationen bieten wir diesen Modus aber nur in Ausnahmefällen nach besonderer Ankündigung an.

Allerdings wird für das berührungslose Stempeln die CHECK-Station unbedingt benötigt, weil durch sie die SIACs für den kontaktlosen Empfangsmodus aktiviert werden. Bereits die Startzeitnahme über die entsprechend konfigurierte Station kann dann berührungslos erfolgen, falls genaue Startzeiten gewünscht sind. Wird bei einem Wettkampf konventionell gestempelt, sollten Besitzer einer SIAC auf das Prüfen nach dem Löschen verzichten, um die darin eingebaute Batterie zu schonen. Die SIAC blinkt und piept dann zwar bei jedem Stempelvorgang an einer Station, muß aber nicht über die gesamte Wettkampfdauer unnötig auf die niemals eintreffenden Signale der Postenstationen warten. Der Zielstempel deaktiviert eine SIAC in jedem Fall wieder; ohne Zielstempel schaltet sie sich 20 Stunden nach dem letzten Stempelvorgang ab.

Für die Konfiguration der Stationen und zur Auswertung von Trainings und Wettkämpfen ist in jedem Fall ein Laptop mit dem Betriebssystem Windows und einem USB-Anschluß nötig. Für den Einsatz im Wald haben wir bereits 2013 einen mobilen Drucker angeschafft (Modell HP DeskJet 100M), der dank Akku auch an unseren abgelegenen Treffpunkten Startlisten, Zwischenzeit-Abschnitte und Ergebnislisten drucken kann. Veranstaltungen bis etwa 4 Stunden Dauer schaffen wir so abseits von Stromanschlüssen. Hierfür ist eine Wettkampfsoftware nötig, die das System "SportIdent" unterstützt. Wir besitzen hierzu eine Lizenz von OE2010 für Mehrtagesveranstaltungen bis 500 Teilnehmer. Weil uns diese Komponenten bereits zur Verfügung standen, wurde kein kein sog. "PrintOut"-Set angeschafft, welches ohne Zuhilfenahme eines PC Auswertungsabschnitte drucken könnte.

Vermietung

Neben dem Einsatz bei unseren vereinseigenen Angeboten stellen wir die Anlage gerne auch anderen OL-treibenden Vereinen zur Verfügung, sofern sie terminlich nicht für eigene Zwecke benötigt wird. Aus lizenzrechtlichen Gründen dürfen wir aber unsere Wettkampf-Software nicht mit vermieten; jeder Mieter muß also eine eigene Lizenz beim Hersteller dafür erwerben (z. B. sportsoftware.de, oder ein frei verfügbares Programm zu diesem Zweck einsetzen, bspw. MEOS). Auch gehört ein benötigter Laptop nicht zur Vereinsausstattung. Der Einsatz unserer OE2010-Lizenz ist nur erlaubt, wenn wir die Ausrichter der Veranstaltung sind.

Die einzelnen Komponenten arbeiten praktisch wartungsfrei. Ihr erhaltet die Stationen von uns zeitsynchronisiert, d. h. frühestens am Vorabend der Übergabe werden alle internen Uhren der Stationen nochmals mit der Internet-Zeit abgestimmt und ggf. gestellt. Die Zeitabweichung zur absoluten Zeit beträgt bei unseren Stationen erfahrungsgemäß mit der aktuellen Firmware etwa 1 Sekunde pro 14 Tage. Die Abweichung der Stationen untereinander beträgt dabei in der Regel weniger als 1 Sekunde, so daß sie auch längere Zeit ohne Zeitneustellung noch akzeptable Zeitnahmen liefern können, falls mit der Startstation gearbeitet wird. Vor einem Wettkampf ohne Startstation sollten aber alle Stationen mit der "echten Uhrzeit" synchronisiert werden, um Fehler bei der Zeitnahme zu vermeiden.

Bei Interesse an einer Miete der Anlage wendet Euch bitte per Mail an unseren Vorstand; vorstand@gymnasion-offenbach.de. Wir sprechen dann die Details, wie benötigte Anlagenteile, Mietgebühr, Kaution und Bedienungshinweise individuell ab.

Zuletzt geändert: 06.01.2017