Decoration Gymnasion Offenbach e.V. 1983

Orientierungslauf und mehr in Offenbach

Die längste Vereinsveranstaltung

Fahrradrallye 2007 – 2010

Nach langen Jahren des Wartens war es endlich so weit: Die Fahrradrallye 2010 konnte starten!

Verein(t) am Start

Waren es bei den ersten Versuchen der Durchführung nur ein oder zwei unentwegte Teilnehmer, so waren diesmal 9 Personen aus allen Gruppen des Vereins am Start. Nicht nur Mitglieder, auch Familienangehörige und Freunde ließen sich zu einer Teilnahme animieren.

Wie in jedem Jahr wurde die Fahrt als Chinesenrallye durchgeführt. Dabei ist die Fahrtstrecke den Teilnehmern nicht bekannt. Auf dem Aufgabenzettel erhielten alle Teams eine bunt durcheinander gewürfelte Ansammlung von kleinen Skizzen, welche für jede Wegkreuzung den einzuschlagenden Weg darstellten. Diese Chinesenzeichen wurden am Start zuerst einmal erläutert, bevor die Startaufgabe zu lösen war.

Auf die Plätze…

Kartentausch beim Startspiel (80.6KB)
Per UNO-Taktik zum Ziel: Kartentausch im Plenum

Diese bestand daraus, daß sich alle vier Teams an den Ecken eines gedachten Quadrates aufstellen mußten. In die Mitte kam ein Gefäß, in dem die verschieden geschnittenen Puzzleteile von vier OL-Karten gemischt waren. Die Aufgabe war nun, daß nur ein Teammitglied zu jedem Zeitpunkt unterwegs sein durfte, jeweils genau ein Teil einer Karte zu besorgen.

Natürlich erwischte man dabei nicht immer solche Teile, zu denen man schon passende, andere im Besitz hatte. Eigentlich gehört dann zum Sinn des Spiels, durch geschickte Tauschgeschäfte mit den anderen Teams vielleicht die selbst benötigten Teile zu erhalten. Unsere findigen Teams spielten aber lieber UNO: Sie bildeten ein großes Plenum in der Mitte der Spielfläche und begannen munter, quasi direkt am Verhandlungstisch die benötigten Einzelteile zu handeln.

So waren alle Teams fast gleichzeitig fertig. Das Startspiel sollte allerdings eine Startreihenfolge ermitteln, und dann die Teilnehmer auf verschiedenen Wegen zum eigentlichen Start der Chinesenzeichen lotsen. Aufgrund der unkonventionellen Lösungsmethode wurde das Startspiel nicht gewertet, und die Teams dann etwa im 5-Minuten-Abstand auf die Strecke geschickt.

… fertig …

Wappenvergleich (64.3KB)
Knifflig: in dem Foto des Wappens hatten sich einige Fehler eingeschlichen

An einer Wetterschutzhütte im Offenbacher Stadtwald, an einer charakteristischen Kreuzung mit vielen Wegen, war ein besonderes Fraßmuster von Borkenkäfern zu finden. Alle Teams lösten diese Aufgabe bravourös. Die nächste Hurde bestand darin, die Himmelsrichtung des ersten Chinesenzeichens zu ermitteln, um den korrekten Weg einschlagen zu können. Offenbar lagen auch hier alle Teams richtig, denn sie sind am Ziel angekommen.

An verschiedenen Kreuzungen mußten Symbole oder Informationen gesucht, ein Teammitglied fotografiert oder gezeichnet werden. Auf diese Weise ging es nach Heusenstamm mit seinem Schloß, bei dem Fensterscheiben an der Frontseite gezählt werden sollten. Hier lagen die Teams knapp neben der gewünschten Lösung. Offenbar wurde nicht genau die Aufgabenstellung gelesen, nach der einige Fenster zu ignorieren waren.

Original (oben) und Fälschung (89.6KB)
Original (oben) und Fälschung – wer findet die 5 Unterschiede?

An der Balthasar-Neumann-Kirche von St. Cäcilia gab es erneut eine sehr herausfordernde Aufgabe. Auf einer Fotografie des Wappens über der Eingangstür waren fünf geschickt einretuschierte Fehler zu identifizieren. Vier wurden von allen Teams gefunden, der fünfte und subtilste, blieb allen verborgen. Der linke Löwe hatte auf der Abbildung eine Strähne mehr in seiner Mähne.

… angekommen!

Team 4 löst Zielaufgaben (69.3KB)
Entspannt löst Team 4 die letzten Aufgaben am Ziel

Durch das Heusenstammer Feld galt es noch, die Runde über das Hofgut Patershausen fortzusetzen. Unterwegs gab es noch das eine oder andere am Wegrand zu entdecken.

Auf’s Glatteis ließen sich alle Teams mit folgender Aufgabe führen:

Nehmen wir einmal an, die Fließgeschwindigkeit des Baches wäre durchschnittlich 0,3 m/sek. Wenn Ihr um Punkt 12:00 Uhr ein Papierschiffchen an der Brücke von Chinesenzeichen 37 aussetzt, wann würde es an eurem momentanen Aufenthaltsort angekommen sein? Hierzu hättet Ihr die Fahrstrecke ab Chinesenzeichen 37 ermitteln müssen. Das Bachbett bildet die Hypothenuse eines fast rechtwinkligen Dreiecks, unsere Fahrtstrecke die beiden Katheten (da war was mit a2 + b2 = c2).

Alle haben brav etwas ausgerechnet. Allerdings hätte ein Blick in das Bachbett offenbart, daß das Gewässer in die umgekehrte Richtung fließt; ein Papierschiffchen also niemals an dem aktuellen Standpunkt ankommen könnte.

Nach kleinen Zwischenaufgaben gab es noch ein Novum bei der Rallye – eine komplizierte Kreuzung war selbst in die Liste der Chinesenzeichen einzumalen.

Anschließend zweigte eine nur noch mit Worten beschriebene Route zum Zielpunkt ab – der Grillhütte am Sportzentrum Martinsee in Heusenstamm. Bei der ursprünglichen Planung war der Waldfestplatz in Jügesheim als Ziel auserkoren. Kurz vor dem ersten Rallye-Termin wurde dieser jedoch wegen Befall mit Eichenprozessionsspinnerraupen für die Benutzung gesperrt. Für die Rallye mußte also ein neues Ziel gefunden werden, und da die Unterlagen nun alle mit diesem produziert waren, Wurde das Notbehelfsziel bis jetzt beibehalten.

Verpflegung am Ziel (71.0KB)
Das reichhaltige Buffet am Ziel - eine wohlverdiente Stärkung

Offenbar war die Beschreibung des Weges nicht so schlecht, denn alle Teams fanden das Ziel. Dort gab es dann heiße Würstchen aus dem Topf, denn aufgrund des Not-Ziel-Charakters hatten wir die Grillhütte nicht offiziell gemietet, sondern nur als Treffpunkt und für das Schlußspiel genutzt.

Mit Lack, Latex und Leder…

Kuh-Spiel 1 (68.4KB)
Das Sennerteam 4

Für die Schlußaufgabe wurde es bayrisch - ländlich: es war eine Kuh zu melken. Ein Teammitglied mußte in die Rolle der Kuh schlüpfen und sich im Laufschritt “Hörner” und “Schwanz” besorgen und diese am Kopf bzw. der Kleidung befestigen. Ein anderes Teammitglied wurde zur “Zenzi” und hatte Schürze, Kopftuch und Melkschemel aufzusammeln. Als Euter diente ein wassergefüllter, an den Fingerspitzen perforierter Latex-Handschuh.

Kuh-Spiel 2 (75.4KB)

Für die gesamte Aufgabe, das Sammeln der Gegenstände, Kostümieren und Melken stand für jedes Team eine Minute zur Verfügung. Am Ende dieser Zeit wurde die gemolkene Menge bewertet. Bei einem Team schaffte eine überstarke Zenzi mit ihrer ungestümen Melktechnik, das Euter zum Platzen zu bringen. Diese Sennerin mußte leider aus der Wertung genommen werden.

Schlußstand

Sieger-Team Fahrradrallye (62.8KB)
Das mehr oder minder strahlende Sieger-Team: Isabelle und Timo

Am Ende schafften es drei Teams in die Wertung; eines mußte unterwegs mit gesundheitlichen Problemen aussteigen und nahm erst wieder am Zieltreffen und der Siegerehrung teil. Das drittplazierte Team hatte zwei stark bepunktete Kreativaufgaben ausgelassen und wäre andernfalls viel weiter oben in der Rangliste gelandet.

Kein Team hatte übrigens die Aufgabe ernst genommen, sich einen Teamnamen auszudenken, so daß alle unter der Bezeichnung “ohne Namen” gewertet wurden.

Platz Team Teilnehmer Punkte
1 ohne Namen 1 Timo, Isabelle 85
2 ohne Namen 4 Klaudius, Sebastian 80
3 ohne Namen 3 Frank, Simone, Wolf 60
4 ohne Namen 2 Matthias, Daniela --

Wir freuen uns schon auf die Fahrradrallye 2011, die vollkommen freiwillig und selbstlos vom siegreichen Team um unseren Badminton-Übungsleiter Timo Schomburg ausgerichtet werden wird!

Teilnehmer-Berichte

Eine Aufgabe der Rallye war, einige Zeilen Bericht darüber zu verfassen. Hier die gesammelten Werke unserer Mitstreiter. Leider hat nur Team Nr. 4 die Aufgabe hinreichend ernst genommen und einen Beitrag abgeliefert.

Team 4:

War mal wieder nett, es hat aber die übliche Telefonaufgabe gefehlt. Wetter war zwar nicht optimal, jedoch brauchbar, Chinesenzeichen deutbar, Aufgaben unterwegs gut lösbar.

10 Gründe für GO

Dafür lieferten immerhin zwei Teams ihre “10 Gründe” ab, weshalb man Mitglied im GO werden, sein oder bleiben sollte.

Team 1

10. [Man] hat wieder ein Hobby
9. [Man] macht etwas für seine Figur
8. Es gibt das GO'ische Viertel
7. Ist abwechslungsreich
6. Versicherungsschutz beim Sport
5. Gute Trainer
4. Man unternimmt auch in der Freizeit was mit dem Verein
3. [Man] kann Sport treiben
2. [Man] findet neue Freunde
1. Es ist günstig

Team 4

10. Hervorragender 2. Vorsitzender
9. Jährliche nicht oder doch stattfindende Fahrradrallye
8. Unwägbare Kreativaufgaben bei der Fahrradrallye
7. Prägnante, kleine Leistungsgruppen
6. Häufige Verbundenheit mit Wald, Erd und Gewürm
5. Gute Transportmöglichkeiten per Auto in ganz D
4. Nicht so voller Terminkalender
3. Nicht so viel Training wie Steinberg
2. Super Übungsleiter mit und ohne Trainerschein
1. Der GO ist bald wieder freigestellt.